das sind wir, und nichts anderes. zumindest drängt sich dieser eindruck auf, wenn ich artikel wie diesen lese:
ein lehrer in der htl in margarethen ist verheiratet und hat drei kinder. mittlerweile hat er für sich herausgefunden, dass er sich als frau fühlt und im herbst auch als solche seinem beruf nachgehen will. in einem brief hat er dies auch seinen kollegInnen erklärt.
der elternverein, der "mit dem fall befasst ist", will eine dienstfreistellung erreichen. weil: die auswirkungen auf die jugendlichen wären nicht geklärt und diese seien ja selber auf der suche nach ihrer identität. es wurde sogar ein rechtsbeistand eingeschaltet, der ein schreiben mit drei konkreten forderungen an das unterrichtsministerium geleitet hat.
das alles natürlich NICHT, weil hier eine hetzjagd oder eine diffamierung stattfinden soll. nein! nur das wohl der jugendlichen hat man hier im auge.
eine sprecherin des unterrichtsministeriums meint, dass der pädagoge "seinen Dienst zu Schulbeginn aufnehmen können solle. Die Voraussetzungen sind gegeben", denn für das Ministerium zähle die Qualifikation. Ferner habe in der Schule "Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz".
genau. hier habe ich nichts hinzuzufügen, ausser einem ausrufezeichen. vielleicht sogar zweien.
den elternverein würde ich gerne einmal fragen, ob er auch die anderen lehrkräfte so genau unter die lupe nimmt. nicht, dass etwa einer in der öffentlichkeit alkohol trinkt oder raucht, geschieden ist, oder verheiratet und eine/n geliebte/n hat, oder - omg! - womöglich schwul/lesbisch ist. vielleicht gibts aber auch lehrkräfte, die zu kurze röcke oder zu tiefe ausschnitte tragen, oder zu enge hosen oder zu auffällige farben. vielleicht sind auch einige nicht richtig geschminkt oder frisiert. alles natürlich nur denkansätze zum wohle der schülerInnen!
und abschliessend: denkt auch mal jemand an das wohl des pädagogen? es ist ein langer weg, bis man sich öffentlich zur transsexualität bekennt. das macht er bestimmt nicht aus jux und dollerei. ein wenig respekt für die person und ein würdevoller umgang wäre wohl das mindeste, was mensch voraussetzen könnte.
was offenbar an diesem ganzen theater nebensache ist: unterricht wird er ganz genau denselben erteilen. nur, weil er nun offen transsexuell ist statt wie bisher heimlich, wird er bestimmt nicht verlernt haben, wie man jugendlichen etwas beibringt.
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3 Kommentare:
Österreich halt. Land der guten, toleranten Christen.
Man sollte bei den Mitgliedern des Elternvereins etwas tiefer schürfen. Vermutlich stellt sich dann heraus, dass der Vorsitzende gern Strapse trägt und im Plüschkeller ein Gummischaf vögelt, während seine Frau in der DomRep als Sextouristin Spaß hat.
"mittlerweile hat er für sich herausgefunden, dass er sich als frau fühlt und im herbst auch als solche seinem beruf nachgehen will"
er? Sie meinen bestimmt "sie" oder? Es macht wenig Sinn eine Frau "er" zu nennen...
das stimmt. ich bin mir nicht sicher, wie transsexuelle korrekt angesprochen werden oder werden wollen. dazu fehlts mir simpel an know how
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