Freitag, 09. Dezember 2011

mann oder maus?

es ist ja bekannt, dass der schirennsport - überhaupt was die männer betrifft - hierzulande eine äußerst ernste sache ist. die österreichischen sportreporter können spielend in 2 sekunden von blanker euphorie mitten in die dunkelste hölle fallen und finden sich dabei nichtmal besonders eigenartig.

jetzt haben sie verstärkung bekommen: das wall street journal hat sich erlaubt, vergleiche zwischen amerikanischen und österreichischen schifahrerInnen zu ziehen. herr pranger und herr raich sehen diesen angesprochenen artikel recht locker. da könnten sich viele einige dicke scheiben abschneiden.

ÖSV-Herren-Chef Mathias Berthold war da schon ungehaltener. „Die Amis sind gut, aber auch nicht so gut, wie alle tun. Wir sind auch gut“, sagte er und kommentierte die „WSJ“-Story nur knapp: „Hochmut kommt vor dem Fall, mehr muss man dazu nicht sagen.“

ich frage mich gerade, wo hier der hochmut zu hause ist ^^

für alle nicht-österreicherInnen eine kurze erklärung, warum herrn berthold so beleidigt reagiert: es ist ja so, dass ausser österreicherInnen kein mensch sonst auf diesem erdenrund des schifahrens mächtig ist. wer immer so etwas behauptet oder sich gar - frevel! - mit den österreichischen schifahrerInnen vergleicht, begeht eine todsünde und muss in die schranken verwiesen werden.

es geht vermutlich um diesen artikel hier und ich kann dabei nun wirklich nichts despektierliches finden. orf.at verlinkt ja nicht direkt, aber vielleicht hat das auch einen bestimmten grund [nämlich zu verschleiern, dass diese ganze sache nur wieder eine hysterische phase in der manisch-depressiven sportberichterstattung ist].

1 Kommentare:

Thumbsucker hat gesagt…

Schirennsport geht mir - so wie alle anderen Mainstream-Sportarten - im TV am A**** vorbei. Als ich das letzte Rennen im Fernsehen verfolgt habe, fuhr noch Hermann Maier um den Sieg^^

Die Leute sollten mal lieber ihre Hinterteile aus den Sesseln heben und selbst aktiv werden, davon haben sie mehr.
Abgesehen davon fühle ich mich von der Zwangswerbung auf der Privatkleidung der Sportler extrem belästigt. "Interview? Moooment - erst ein RaiKa Pickerl auf die Brust, dann könnt ihr filmen".