ich finds ja immer wieder herrlich, wenn zum stopfen der leeren kassen mal wieder das pensionsalter angehoben werden soll bzw. wird. das ist eine sehr elegante lösung: dadurch wird die verantwortung direkt an die menschen abgeschoben. und die sollen dann halt mal schauen, dass sie arbeit finden.
ein hohn in einer nach jugend, schönheit und leistung gierenden billiggesellschaft.
die stellenangebote suchen im schnitt nach mindestens fünfsprachigen uniabsolventInnen mit dreifachem doktor, auslandsaufenthalten und 20 jahren erfahrung. die sekretariate sollen von mindestens kaufmännischen maturantInnen mit fundiertem technischem wissen betreut werden und das marketing geht da auch gleich mit. buchhaltung ist sowieso allgemeinwissen. allen gemeinsam ist: das alles höchstens im alter von 18 - und bezahlt wird dann nach praktikantenniveau.
ganz offen gefragt: wer stellt eine 56jährige person ein? ich glaube, da reden wir von einem höchstens 1stelligen prozentbereich der betreffenden firmen. die erfahrung dieser menschen ist nicht so viel wert wie die vorurteile, die wir gegen "alte" leute haben: nicht flexibel, dusselig, kennt sich mit neuen medien nicht aus, kann nichts mehr lernen, ist zu langsam, etc.
in einiger zeit wird man sich dann wundern, wieso wir eine so immense altersarbeitslosigkeit haben. und selbstverständlich werden nicht die schlechten bedingungen schuld sein, die sich "alten" leuten darstellen - sie werden dann nämlich selbst an ihrer arbeitslosigkeit schuld sein (weil sie alt, dumm und dusslig sind).
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