Freitag, 10. Juli 2009

albern

kursiert schon ein paar tage auf diversen nachrichten-sites: am 29. juni 2002 fand auf einem schiff bei passau die priesterinnenweihe von sieben frauen durch den argentinischen vagantenbischof romulo braschi statt. katholische priesterweihe, wohlgemerkt.

der vatikan erklärte diese wenig überraschend für ungültig, eine der frauen - frau mayr-lumetzberger - erkannte die nichtigkeit ihrer weihe nicht an und wurde daraufhin exkommuniziert. was sie aber wenig kratzte, sie sieht bis heute die ungültigkeit ihrer weihe nicht ein, mittlerweile ist sie ja schon exkommunizierte bischöfin.

begründung: die kommunion stehe ihr zu, da sie ihre exkommunikation seit sieben jahren ablehne. sie habe "nichts getan" und ihr einziger fehler sei, dass sie eine frau wäre.

vor 2 wochen nun wollte frau mayr-lumetzberger wohl mal wieder nichts tun und erschien - in ihrer bischofsrobe, versteht sich - zu einem gottesdienst in linz-st. peter. da der diözesanbischof schwarz ihr die kommunion verweigerte, griff sie einfach selbst zu und bediente sich aus dem kelch. was die frau bischöfin "sicher nicht als bewusste provokation" verstanden haben will. [sondern? spass? oder was?]

so. und jetzt sag mir mal jemand: wozu das theater? ist das nun wirklich SO neu, dass die katholiken ein männerverein sind, in dem frauen - wenn überhaupt - nur als dienende, unterwürfige arbeitssklavinnen geduldet werden? kann frau mit trotz und demonstrativer provokation irgendwas bewirken?

würde eine frau in einem solchen frauenverachtenden verein überhaupt jemals glücklich und/oder zufrieden sein bzw. arbeiten können, WENN es denn dort quotenfrauen gäbe? [die gibts in 1000 jahren nicht, soviel kann ich heute schon sagen].

und dann einen auf unschuldslamm machen, das gar nix dafür kann und solidarität [vor allem wohl von anderen frauen] einzufordern, ist schon arg schräg. entweder will sie aktiv gegen die herrschende ordnung auftreten, dann soll sie auch dazu stehen. wenn nicht, dann soll sie nicht so einen kindischen zirkus aufführen.

[ich meine ja, dass fruchtbringende revolutionen von unten ausgehen müssen, nicht von egos, die sich bestätigung holen wollen, woher auch immer. wenn erstmal all die mütter von erstkommunions- und firmkindern ihre mithilfe verweigern würden, käme die organisation schon arg ins trudeln. dann all die damen in diversen katholischen frauenverbänden, die religionslehrerinnen, die pfarrersköchinnen, ... ja, es gäbe eine menge möglichkeiten. in 1000 jahren. vielleicht.]

quelle

schön!

solche geschichten finde ich herzerwärmend. könnte öfter mal passieren.

so ...

ich bins immer noch. echt ^^

Mittwoch, 08. Juli 2009

kopfschütteln

verursacht mir das immer wieder, wenn ich sehe, wie viele leute nach dem tod eines menschen plötzlich draufkommen, wie innig sie ihn liebten mit ihm befreundet waren (viel mehr noch als alle anderen) und wie gut sie ihn kannten (viel besser noch als alle anderen).

und nach dem begräbnis gehen die zutiefst betroffenen verlassenen gemeinsam feiern, dass es kracht. und in einem monat is alles vergessen. (hoffentlich)

Montag, 06. Juli 2009

zuverlässig

hilft bei schlechter laune und zaubert augenblicklich ein grinsen ins gesicht. jo!

keine träne

ich habe kürzlich einen brief an meinen orangenen handy-telefonie-anbieter geschrieben, in welchem ich meinen vertrag kündigte. außerdem wollte ich wissen, wie lang genau denn dann mein jetziger vertrag noch laufe, weil es mir nicht möglich sei, irgendwo auf der homepage kündigungsfristen zu entdecken. und ich gab bekannt, dass ich meine rufnummer mitnehmen möchte.

heute bekam ich 2x post von den orangen. in einem brief bekomme ich ziemlich lapidar unterlagen zur mitnahme meiner rufnummer geschickt (kostet € 15,--!), offensichtlich muss ich das wieder unterschreiben und nochmals per post nach wien schicken. online scheinen solche dinge nicht zu funktionieren.

wann mein vertrag ausläuft, weiß ich immer noch nicht. und ob die mitnahme der rufnummer dann zeitgerecht angefordert wurde (weil ja eine woche später dran als der vertrag), wird sich noch herausstellen. das heißt: ich muss jetzt einmal mehr beim orangenen service anrufen und nochmals nachhaken. gerade um unnützes hin und her zu vermeiden, habe ich alle meine fragen glasklar in diesem schreiben formuliert. ärgerlich, das.

im anderen schreiben erhalte ich einige lockangebote, die mich zum bleiben animieren sollen, ebenfalls sehr lapidar. und zwar handelt es sich um exakt dieselben angebote, die auch mein angetrauter (nach einem jahr bei den orangen) bekommen hätte - und das nach weißichwievielenaufjedenfallabermehralszehn jahren. da fühl ich mich schon gefrotzelt, aber vielleicht war das ja auch die absicht, die dahinter stand ...

[und, ja, auch das müsste man per hand ankreuzen und dann per post nach wien schicken. online kann man nur bestellen, verträge abschließen und sonstwie geld ausgeben. beendigungen haben immer mit echtem papierkram zu tun]

Sonntag, 05. Juli 2009

grenzgänger

die firma tiger lacke, behauptet das heute erschienene profil, hätte seine mitarbeiterInnen bespitzelt. und zwar in form von kameras, überwachung des email-verkehrs und internetsurfens bestimmter mitarbeiter, genaue kontrolle des kommens und gehens und durch auswertung der krankenstände.

so. dass man kommen und gehen überwacht, kann ich einsehen. dafür gibts stempeluhren oder andere zeiterfassungsgeräte. von mir aus auch portiere oder sonstwas. darüber kann ich mich beim besten willen nicht aufregen. es kann ja auch per se kein geheimnis sein oder unter sensible daten fallen, wann jemand zur arbeit kommt oder diese verlässt.

darüber, dass die krankenstände ausgewertet wurden, wundere ich mich ebensowenig. als ex-sekretärin weiß ich, dass jeder einzelne urlaubs- und zeitausgleichstag und jeder tag, den jemand krank war, sowieso genau erfasst werden. wer denkt, dass sich das nie jemand aus der chefetage zu gemüte führt, ist hochgradig naiv. und ehrlich: ich würde mir das auch ansehen, vor allem jene damen und herren, die gerne freitags oder montags plötzlich krank werden. oder im urlaub öfter mal schwer erkranken. ja, sowas gibts haufenweise, heute wie damals.

die kontrolle des emailverkehrs und des internetsurfens wird schon ein wenig zweischneidig. wenn ich denke, dass zuviel privat gesurft wird [was die serverdaten ja hergeben, ohne genaue auswertung, wer genau das war], kann man mal ein ernstes wort in einem rundschreiben kundtun. wenn sich nix bessert, kann man auch ganz generell häufig angewählte sites sperren.

beim emailverkehr wirds für mich dann schon ziemlich sperrig. wenn ich eine/n mitarbeiter/in habe, dem/der ich so grundsätzlich misstraue, dass ich heimlich surfgewohnheiten und ein-/ausgehende emails protokolliere und mitlese, dann ist das einerseits blanke zeitverschwendung und andererseits ein armutszeugnis für die personalpolitik. eine einfache beendigung des dienstverhältnisses wäre zeitsparender und effektiver. und ehrlicher.

wo aber mein verständnis komplett aufhört, ist das heimliche filmen von mitarbeiterInnen. das geht nun definitiv zu weit. bei lagerschwund wird es wohl auch organisatorische massnahmen geben, die wirken und ohne kameras auskommen. das kann mir keiner erzählen. und wenn kameras, dann mit wissen der zuständigen mitarbeiterInnen.

schon einigermaßen schräg, das.

quelle

so geht das!

tiroler sind nunmal einfallsreiche leute, das ist mir schon öfter aufgefallen. ein heiratswilliger mann wollte seiner freundin einen unvergesslichen heiratsantrag machen und zu diesem zwecke nahm er seine angebetete und einige freunde und alle marschierten gemeinsam zum romantischen ulrichshaus am bergisel.

dortselbst hatte der verlobte in spe schon alles vorbereitet. ein großes transparent mit der frage aller fragen und ein herz aus goldregen-feuerwerken, das er spektakulär entzündete.

super, so einen heiratsantrag wünscht frau sich, oder einen ähnlichen. deswegen war auch die verlobte wohl gerührt und sagte ja.

nun war es allerdings so, dass - aufgrund der herrschenden wetterlage - der rauch in richtung bergisel-weg gedrückt wurde. ein anrainer bemerkte dies, schloss auf einen brand und alarmierte die feuerwehr. als die feuerwehr anrückte, war das spektakel natürlich längst vorbei.

[ich schätze mal, die burschen von der feuerwehr und der besorgte anrainer werden zur hochzeit eingeladen *g*]

quelle

warum nur?

putzig heute eine der mit bild untermalten top-stories auf aon.at: "Kaum Gäste in Bädern" *lol* - die hintergründe liegen im dunklen. muss wohl am geheimbund der gegner der öffentlichen bäder liegen, die subversiv die bevölkerung unterwandern und so das meinungsgefüge zuungunsten öffentlicher badeanstalten kippen. oder? ^^

Samstag, 04. Juli 2009

neuer rekord

es ist schon eine weile her, da habe ich bei meinem handy die sprachbox deaktiviert. wegen wahnsinn. da hatte ich zum beispiel nach einer berufsbedingten stunde ohne handy 8 nachrichten mit der bitte um rückruf drauf. wer jemals versucht hat, 8 menschen telefonisch zu erreichen, weiß, wie mühsam das ist.

wenn sich dann die anrufe im lauf des tages addieren und nicht 8, sondern ... sagen wir mal ... 23 sind, wächst sich das zu einer katastrophe aus. zumal dann alle, die man nicht erreicht hat, einen irgendwann mal anrufen und verschnupft bekannt geben, dass man nicht zurückgerufen hätte.

also: außer zeit, nerven und kosten eigentlich kein gewinn, so eine sprachbox. zumal die wichtigen leute ja ohnehin gespeichert sind, und die rufe ich auch ohne nachricht zurück.

eine deaktivierte sprachbox zieht allerdings, das bemerke ich jetzt, ein anderes phänomen nach sich: den telefonterror. es gibt leute, die rufen dann viertelstündlich (oder gar öfter) an und können das schon mal so zwei stunden durchziehen. unglaublich.

gestern aber hat jemand den vogel abgeschossen. in der zeit von 3 uhr nachmittags bis 11 uhr abends 28 anrufe. da ist wohl jemand ziemlich hartnäckig. oder geduldig ^^

Freitag, 03. Juli 2009

überraschung!

frau betancourt schreibt über ihre 6jährige gefangenschaft und arbeitet an einem film dazu. natürlich werden sie danach alle als nationalheilige feiern, als unbeugsame königin und eiserne kriegerin, die allen haftbedingungen trotzte und dazu auch noch ethisch und moralisch 100% korrekt blieb.

oder?

/quit

quelle

pflanz, typisch österreichisch

herr darabos ist beim öoc unbeliebt. warum? er hat dessen kontrolle durch durch wirtschaftsprüfer - natürlich gegen den widerstand aus dem öoc - durchgesetzt. zudem gibt es noch einen heißen diskussionspunkt: sollen bei olympia 06 in dopingaffären verwickelte biathleten zu den spielen 10 in vancouver entsandt werden?

bei der nächsten vorstandssitzung sollte all das zum thema gemacht und in der folge natürlich diskutiert werden.

mitte juni begann man beim öoc mit der terminplanung. erster vorschlag: 7. oder 8. juli, das ministerbüro sagte zu. ein tag später: doch neuer terminvorschlag, nämlich ende juli. das ministerbüro sagte mit der information ab, dass der minister die letzten beiden juliwochen seinen urlaub in den usa verbringen würde und deswegen zu dieser zeit auf keinen fall an der sitzung teilnehmen könnte. man ersuche um einen anderen terminvorschlag.

vier tage später das terminaviso des öoc: 29. juli.

darabos ist jetzt, wie ich finde, sehr zu recht empört. und er wird herrn wallner auch zu recht vorwerfen, dass diese terminkollision absichtlich provoziert wurde.

das öoc macht einen auf unschuldslamm. matthias bogner, interimistischer generalsekretär und öoc-sportdirektor, fragt sich, „warum der Herr Minister ausgerechnet dann auf Urlaub geht, wenn eine für ihn so wichtige Sitzung stattfindet.“ und fügt erklärend hinzu: „Ich selber kann mich zum Beispiel gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal auf Urlaub war“.

das untermauert die ohnehin klar erkennbare absicht, da hat herr bogner sich ziemlich ungeschickt verhalten. wohl weniger beabsichtigt. aber was solls - wahrscheinlich findet er das witzig, und hinter den verschlossenen türen beglückwünscht sich der elitäre kreis der geladenen über die gelungene verhinderung der teilnahme des ministers und feiert seinen geilen coup mit champagner. zumindest kann ich mir das lebhaft so vorstellen.

mal ehrlich: mir wird herr darabos langsam sympathisch.

quelle